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FACHARTIKEL

Von Zeit zu Zeit steuern wir Artikel über Design für Handy-Bildschirme zu verschiedenen Publikationen bei. Der nächste Artikel ist schon in Arbeit!

Mobiles Design-Wissen: Gestalten für Handys

Displays von Mobiltelefonen sind ein junges Betätigungsfeld für Designer: Tipps aus der Praxis

Mantras für Anfänger

  • Das Handy ist ein eigenständiges Medium mit eigenen Regeln.
  • Kein Handy ist wie das andere, die Bedienkonzepte sind nicht einheitlich.
  • Das Design von Branding, Applikationen und Internetanwendungen unterliegt unterschiedlichen Regeln.
  • Bildschirme haben zwischen 8000 und über 384000 Pixeln, mit nur 2 oder über 16 Millionen verschiedenen Farben.

Grafikformate

Vergesst TIF und EPS! Lediglich GIF (teils animiert), JPG und PNG (8 oder 32bit) sind gängige Formate. Es gibt auch Exoten:
  • BMP-Bilder, die durch eine Keycolour oder eine zusätzliche Masken-Datei transparent erscheinen.
  • 8bit-PNG-Dateien mit Alpha-Kanal statt der üblichen 1bit-Transparenz.
  • Mehrere Farbpaletten, die die gleiche PNG-Datei unterschiedlich einfärben.
  • SVGs (Scalable Vektor Graphic), bei denen alle Konturen in Flächen umgewandelt sein müssen und die mindestens fünf Unterspezifikationen haben, für die jeweils andere Regeln gelten.
  • FlashLite wird im Interface eingesetzt, findet aber im Browser kaum Unterstützung.

WAP/Mobiles Internet

Die besten Ergebnisse erzielt, wer auf Frameworks setzt, die für jedes Gerät das optimale XHTML generieren:
  • Gescrollt wird vertikal.
  • Auch bei gleicher Screenbreite kann die verfügbare Breite variabel sein.
  • Ladezeiten können verringert werden, wenn statt Bildern z.B. » Text-Pfeile verwendet werden.
  • Eine übersichtliche Navigation und klare Orientierung sind existentiell wichtig.
  • JavaScript und Ajax sind inzwischen auf vielen Smartphones möglich, es sollte jedoch immer eine Basisversion ohne geben.

Mobile Applikationen

  • Installationsdateien müssen einmalig geladen werden und beinhalten Struktur und Design.
  • Regelmäßige oder aktionsbasierte Aktualisierungen der Inhalte sind möglich.
  • Zum Teil können eigene Navigationskonzepte umgesetzt werden, müssen jedoch auf die jeweilige Bedienung des Gerätes abgestimmt werden.
Annika Brinkmann
Erschienen in: AGD drei|viertel — Bildung für Designer Ausgabe 03|2009 Seite 30
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